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Tra-ri tra-ra die Post ist da

Das ist die Vorderansicht des Spielekartons "Tra-ri tra-ra die Post ist da". Darauf ist ein Kind mit einem Posthorn zu sehen.
Das ist das aufstellbare Thekenfenster der Postfiliale des Spiels "Tra-ri tra-ra die Post ist da"
Das sind die Spielmaterialien des Spiels "Tra-ri tra-ra die Post ist da"
Nahaufnahme der Spielmaterialien von "Tra-ri tra-ra die Post ist da"
Nahaufnahme der Spielmaterialien von "Tra-ri tra-ra die Post ist da"
Das ist die Vorderansicht des Spielekartons "Tra-ri tra-ra die Post ist da". Darauf ist ein Kind mit einem Posthorn zu sehen.
Das ist das aufstellbare Thekenfenster der Postfiliale des Spiels "Tra-ri tra-ra die Post ist da"
Das sind die Spielmaterialien des Spiels "Tra-ri tra-ra die Post ist da"
Nahaufnahme der Spielmaterialien von "Tra-ri tra-ra die Post ist da"
Nahaufnahme der Spielmaterialien von "Tra-ri tra-ra die Post ist da"

„Tra-ri tra-ra die Post ist da“ stellt sich vor:

Bezeichnung: Tra-ri tra-ra die Post ist da
Hersteller: Klee Spiele
Medientyp: Spielset
Material: Plastik, Papier, Pape
Erscheinungsjahr: 1970er Jahre
Produktionszeitraum: 1970er Jahre

Aussehen: Auf dem Cover meiner Schachtel ist neben meinem Titel, dem Hersteller und einer kurzen Info über mich, ein Junge in einer alten Postuniform zu sehen, der in ein Posthorn bläst. Im Inneren bestehe ich zum einen aus einem Pappaufsteller, der wie der Schalter in einem Postamt aussieht. Zuletzt besitze ich viele Einzelteile, die zum Arbeiten in einem Postamt benötigt werden und in meinem blauen Plastikeinsatz aufbewahrt werden können. Dazu gehören ein Telefon und ein Posthorn aus Plastik, zahlreiche Stempel, Briefmarken, Versandaufkleber und Formulare wie Empfangsbestätigungen, Zahlkarten, Paketkarten, Telegramme und vieles mehr aus Papier.

Besonderheiten: Ich bin ein Mysterium, da es im Internet kaum Hinweise auf meine Existenz gibt. Daher sind die Umstände meiner Entstehung, meine Vermarktung und meine Beliebtheit bei Kindern weitgehend unbekannt.

Die 1970er Jahre: Die 1970er waren geprägt von politischen Ereignissen, wie dem Ende des Vietnamkriegs 1975 und der Eskalation der Terrorgruppe RAF 1977. Kulturell bestimmten die Disco und die Hippie-Bewegung die damalige Zeit. Auch der Umweltschutz gewann mit dem Anti-AKW-Protest 1977 an Bedeutung.

Gastarbeiter in Deutschland

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs schloss die Bundesrepublik Deutschland in den 1950ern und 1960er Jahren Verträge mit zahlreichen anderen Länder wie Italien, Spanien und der Türkei ab, um ausländische Arbeitskräfte anzuwerben. Sie sollten dem Arbeitskräftemangel der damaligen Zeit entgegenwirken und die Wirtschaft stabilisieren. Diese Gastarbeiter arbeiteten oft unter schwierigen Bedingungen und fanden aufgrund der Sprachbarrieren wenig Anschluss. Sie erhielten ihren Namen, da sie eigentlich nur vorübergehend in Deutschland bleiben sollten. Viele entschieden sich aber zu bleiben und holten irgendwann auch ihre Familien nach Deutschland. Erst 1973 wurde aufgrund der damaligen Wirtschaftskrise die Anwerbung ausländischer Arbeiter gestoppt. Vom Beginn der Anwerbung bis zu ihrem Ende kamen ungefähr 14 Millionen Gastarbeiter nach Deutschland, etwa 3 Millionen von ihnen blieben.

Die Arbeit hatte im Leben der Menschen schon immer einen hohen Stellenwert. Da ist es nicht verwunderlich, dass dies auch in den Kindermedien deutlich wird. Spielsets wie „Tra-ri tra-ra die Post ist da“ erlauben es Kindern, die Berufe der Erwachsenen nachzuahmen und so ihre Fantasie zu entwickeln. Außerdem förderte diese spielerische Erfahrung nicht nur die Kreativität, sondern vermittelte auch frühzeitig ein Verständnis für die Bedeutung von Arbeit in der Gesellschaft.

Quizfrage Nr. 19:

Wie viele Gastarbeiter kamen zwischen 1955 und 1973 in die Bundesrepublik Deutschland?

A) 14 Millionen (E)
B) 5 Millionen (J)
C) 20 Millionen (B)

D) 7 Millionen (Ö)

 

Quellen:

Bundeszentrale für Politische Bildung: Gastarbeiter, in: bpb.de, 23.06.2021, https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/glossar-migration-integration/270369/gastarbeiter/.

NDR: 70er-Jahre: Willy Brandt, RAF-Terror und Anti-AKW-Proteste, in: NDR.de - Geschichte, o. D., https://www.ndr.de/geschichte/70er-Jahre-Katastrophen-Terror-und-Atomkraft,siebzigerjahre168.html.

Stiftung Deutsches Historisches Museum: LeMO Das lebendige Museum Online. Gastarbeiter, o. D., https://www.hdg.de/lemo/kapitel/geteiltes-deutschland-modernisierung/bundesrepublik-im-wandel/gastarbeiter.html.

Toyka-Seid, Christiane/Gerd Schneider: Vietnamkrieg, in: bpb.de, 30.03.2023, https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/das-junge-politik-lexikon/321344/vietnamkrieg/

ZDF: Die 70er: in: Die 70er - Jahrzehnt der Gegensätze - ZDFmediathek, o. D., https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/die-70er-jahrzehnt-der-gegensaetze-100.html.

Objektbezeichnung
Spielset
Sammlung
Kindermedien als Zeitzeugen

weiterführende Informationen

Kindermedien als Zeitzeugen

Historische Ereignisse prägen uns als Gesellschaft und spiegeln sich auch in den Kindermedien ihrer Zeit wider. Im Ersten Weltkrieg lasen Jugendliche in Zeitschriften von Kriegsschauplätzen, während den Goldenen Zwanzigern wurde mit Inseraten gespielt und als die ersten Radiosendungen die Welt eroberten, gab es natürlich auch Spielzeugaufnahmegeräte. In dieser Ausstellung findest du Kindermedien aus dem 20. Jahrhundert und erfährst, was sie in ihrer Zeit so besonders machte.

Als Teil der Online-Ausstellung werden zwischen dem 27. Mai und 05. Juli 2024 Plakate an der HdM und weiteren Orten in Stuttgart aufgehängt sowie Posts auf der Instagram-Seite des IfaK’s veröffentlicht. Nutzt die dort zu findenden QR-Codes, um an unserem Quiz teilzunehmen und euch durch die Weltgeschichte zu raten! Findet ihr den Lösungssatz, könnt ihr an unserem Stand an der MediaNight tolle Preise gewinnen.